Was ist Probereiten und warum ist es so wichtig?
Das Probereiten ist der Moment der Wahrheit beim Pferdekauf. Du hast ein Pferd gefunden, das auf dem Papier perfekt klingt – jetzt zeigt sich, ob Mensch und Tier wirklich zusammenpassen. Beim Probereiten setzt du dich erstmals in den Sattel eines potenziellen Kaufpferdes und testest, wie sich das Pferd unter dir anfühlt, wie es auf deine Hilfen reagiert und ob die Chemie stimmt.
Viele Käufer unterschätzen die Bedeutung des Probereitens – oder wissen schlicht nicht, worauf sie achten müssen. Ein schönes Pferd im Stand sagt wenig darüber aus, wie es sich unter dem Sattel verhält. Erst beim Reiten zeigen sich die wahren Qualitäten und mögliche Probleme: Taktunreinheiten, Widersetzlichkeiten, Angstreaktionen oder mangelnde Durchlässigkeit.
Statistisch gesehen werden rund 40 % aller Pferdekäufe später bereut – häufig, weil das Probereiten nicht gründlich genug war oder ganz übersprungen wurde. Dieser Ratgeber zeigt dir Schritt für Schritt, wie du das Probereiten professionell angehst und die richtige Entscheidung triffst.
Gut zu wissen
Ein Probereiten ist kein Proberitt im Gelände. Es ist ein strukturierter Test unter kontrollierten Bedingungen, bei dem du systematisch verschiedene Aspekte des Pferdes prüfst. Plant dafür mindestens 60–90 Minuten ein – inklusive Beobachtung, Umgang und dem eigentlichen Reiten.
Vorbereitung: So gehst du optimal vorbereitet zum Probereiten
Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Wer unvorbereitet zum Probereiten fährt, übersieht kritische Details und lässt sich von Emotionen leiten. Hier erfährst du, wie du dich optimal vorbereitest.
Vor dem Termin: Diese Hausaufgaben solltest du erledigen
- Videos und Fotos des Pferdes vorher genau analysieren
- Abstammung, Ausbildungsstand und Vorgeschichte recherchieren
- Eigenen Trainer oder erfahrene Begleitperson organisieren
- Checkliste zum Abhaken vorbereiten (siehe unten)
- Eigenen Helm und passende Reitkleidung einpacken
- Kamera oder Smartphone für Videoaufnahmen laden
- Fragen an den Verkäufer vorab notieren
- Anfahrt planen – pünktlich sein zeigt Seriosität
Begleitperson mitnehmen
Nimm immer eine erfahrene Person mit zum Probereiten – idealerweise deinen Reitlehrer oder einen unabhängigen Pferdefachmann. Vier Augen sehen mehr als zwei, und eine neutrale Person kann dich vor emotionalen Fehlentscheidungen schützen. Außerdem kann sie dich vom Boden aus filmen, während du reitest.
Fragen, die du VOR dem Probereiten klären solltest
Zum Pferd:
- • Wie lange ist das Pferd im aktuellen Training?
- • Hat es bekannte gesundheitliche Einschränkungen?
- • Gibt es Unarten oder Verhaltensauffälligkeiten?
- • Wie verhält es sich im Gelände und im Straßenverkehr?
- • Ist es Schmiede- und Verladefromm?
Zum Ablauf:
- • Wer reitet das Pferd zuerst vor?
- • Darf ich meinen eigenen Sattel mitbringen?
- • Kann ich das Pferd auch an der Longe sehen?
- • Gibt es eine Halle und einen Außenplatz?
- • Ist ein zweites Probereiten möglich?
Vorsicht bei kurzfristigen Termin\u00e4nderungen
Wenn der Verkäufer den Termin mehrfach verschiebt oder nur zu bestimmten Zeiten möglich ist, kann das ein Warnsignal sein. Mögliche Gründe: Das Pferd muss vorher „vorbereitet“ (abgeritten, sediert) werden. Seriöse Verkäufer sind flexibel bei der Termingestaltung.
Worauf du beim Probereiten achten musst
Das Probereiten lässt sich in drei Phasen unterteilen: Beobachtung am Boden, das eigentliche Reiten und die Nachbesprechung. Jede Phase liefert wertvolle Informationen.
Phase 1: Beobachtung am Boden
Bevor du auch nur in die Nähe des Sattels kommst, beobachte das Pferd genau. Wie verhält es sich in der Box? Kommt es neugierig zur Tür oder dreht es sich weg? Wie reagiert es auf Fremde?
Verhalten in der Box/auf der Weide:
- ✓ Aufmerksam und interessiert = gutes Zeichen
- ✓ Ohrenspiel beobachten – nach vorne gerichtete Ohren zeigen Neugier
- ✓ Koppen, Weben oder Boxenlaufen = Verhaltensstörungen durch Stress
- ✓ Allgemeinzustand: Fell glänzend? Augen klar? Nüstern sauber?
Beim Putzen und Satteln:
- ✓ Steht das Pferd ruhig am Anbindebalken?
- ✓ Lässt es sich überall anfassen (Ohren, Bauch, Beine)?
- ✓ Gibt es die Hufe willig und ohne Ziehen?
- ✓ Reagiert es empfindlich beim Gurten (Sattelzwang)?
- ✓ Nimmt es die Trense bereitwillig an?
Phase 2: Das eigentliche Reiten
Jetzt wird es ernst. Lass dir das Pferd zuerst vom Besitzer oder Bereiter vorreiten. So siehst du, was das Pferd kann, und hast einen Vergleich für dein eigenes Reiten.
Grundgangarten testen:
- Schritt: Taktrein, fleißig, nickt im Takt. Auf beiden Händen testen.
- Trab: Leichttraben und Aussitzen. Ist der Trab schwungvoll und elastisch?
- Galopp: Springt das Pferd auf Kommando an? Bleibt es ausbalanciert in Wendungen?
- Übergänge: Fließend und willig oder widersetzlich und zäh?
Gehorsam und Rittigkeit:
- Reagiert das Pferd auf feine Gewichtshilfen?
- Lässt es sich biegen und stellen auf beiden Händen?
- Bleibt es gelassen bei Ablenkung (Geräusche, andere Pferde)?
- Geht es auch alleine, ohne sich an andere Pferde zu kleben?
Phase 3: Kritische Testsituationen
Neben den Grundgangarten solltest du gezielt Situationen testen, die im Alltag vorkommen. So vermeidest du böse Überraschungen nach dem Kauf.
Alleine reiten
Viele Pferde sind nur in Gesellschaft brav. Teste, ob das Pferd auch alleine ruhig und gehorsam bleibt.
Schreckreaktion prüfen
Lass eine Plane rascheln, klapper mit etwas. Wie heftig reagiert das Pferd? Kommt es schnell wieder runter?
An der Straße führen
Wenn du im Gelände reiten willst, muss das Pferd verkehrssicher sein. Autos, LKW und Traktoren sollten kein Problem sein.
Verladen
Geht das Pferd problemlos auf den Hänger? Verladestress ist einer der häufigsten Konfliktpunkte nach dem Kauf.
Vom Gelände aus anhalten
Lässt sich das Pferd im Gelände zum Stehen bringen, oder drängt es nach Hause? Teste die Bremse!
Red Flags beim Probereiten
Diese Warnsignale solltest du auf keinen Fall ignorieren:
- Pferd wurde vor dem Probereiten bereits abgeritten (müde gemacht)
- Verkäufer lässt dich nicht alleine mit dem Pferd reiten
- Pferd zeigt hängende Augenlider, starkes Sabbern (mögliche Sedierung)
- Pferd lahmt oder geht unregelmäßig – auch leicht!
- Pferd steigt, bockt oder zeigt aggressive Reaktionen
- Verkäufer drängt auf schnelle Entscheidung („Morgen kommt ein anderer Interessent“)
- Pferd wurde vorher mit Schmerzmitteln behandelt (frag nach!)
- Du darfst das Pferd nicht an der Longe sehen (laufen ohne Reitergewicht zeigt Taktfehler)
Video aufnehmen!
Lass unbedingt alles filmen – das Vorreiten durch den Verkäufer und dein eigenes Reiten. Zu Hause kannst du in Ruhe analysieren, was dir im Moment der Aufregung vielleicht entgangen ist. Achte besonders auf die Beine im Schritt und Trab – Taktunreinheiten sind auf Video leichter zu erkennen.
Checkliste Probereiten: Zum Ausdrucken und Abhaken
Diese Checkliste fasst alle wichtigen Punkte zusammen. Druck sie aus oder speichere sie auf dem Handy, damit du beim Probereiten nichts vergisst.
Vor dem Aufsitzen
- Pferd in der Box/Weide beobachten
- Allgemeinzustand prüfen (Fell, Augen, Hufe)
- Verhalten beim Putzen beurteilen
- Alle vier Hufe geben lassen
- Sattelzwang prüfen (Reaktion beim Gurten)
- Trensenaufnahme beobachten
- Im Schritt führen – auf Lahmheit achten
- An der Longe laufen lassen (Schritt, Trab, Galopp)
- Auf Narben, Schwellungen, Gallen achten
Beim Reiten
- Besitzer/Bereiter zuerst vorreiten lassen
- Verhalten beim Aufsteigen prüfen
- Schritt: Taktreinheit, beide Hände
- Trab: Leichttraben und Aussitzen
- Galopp: Anspringen, Balance, beide Hände
- Übergänge: Fließend und willig?
- Durchparieren zum Halten aus allen Gangarten
- Rückwärtsrichten testen
- Biegung und Stellung auf beiden Seiten
- Zügelüberstreichend reiten (Balance ohne Zügelkontakt)
Alltagssituationen
- Alleine reiten (ohne andere Pferde)
- Schreckreaktion testen (Plane, Geräusche)
- An grusligen Gegenständen vorbeireiten
- Stehen bleiben auf Kommando
- Verladen auf den Hänger
- Verhalten am Stall (Weggehen vom Stall)
- Wasserdurchquerung (falls möglich)
Red Flags – Sofort abbrechen
- Pferd lahmt – auch nur leicht
- Steigen oder unkontrolliertes Bocken
- Beifßen oder Treten nach dem Reiter
- Panische Fluchtreaktionen ohne Rückkehr
- Pferd lässt sich nicht bremsen
- Deutliche Sedierungsanzeichen
- Verkäufer wird aggressiv oder drängend
Profitipp: Bewertungssystem
Vergib für jeden Punkt eine Note von 1–5. So kannst du nach dem Probereiten verschiedene Pferde objektiv vergleichen. Schreib dir zusätzlich dein Bauchgefühl auf – es ist erstaunlich zuverlässig, wenn es durch Fakten gestützt wird.
Selbst reiten oder vorführen lassen? Beides!
Eine der häufigsten Fragen: Soll ich das Pferd selbst reiten oder erst vorführen lassen? Die Antwort ist klar: Beides! Beide Perspektiven liefern unterschiedliche, gleichermaßen wichtige Informationen.
Vorführen lassen
Der Verkäufer oder Bereiter reitet das Pferd zuerst. Du beobachtest vom Boden aus.
- Du siehst das Gangbild von außen (Taktfehler erkennen)
- Du siehst, wie viel Aufwand der Reiter betreibt
- Muskelentwicklung und Bewegungsablauf beurteilen
- Vergleich: Wie bewegt es sich mit erfahrenem Reiter?
Selbst reiten
Nachdem du das Pferd beobachtet hast, sitzt du selbst auf.
- Du spürst das Sitzgefühl und die Schwungentwicklung
- Du testest, wie das Pferd auf DEINE Hilfen reagiert
- Passt die Körpergröße und das Temperament zu dir?
- Bauchgefühl: Fühlst du dich sicher und wohl?
Der ideale Ablauf
1. Pferd an der Longe beobachten (Schritt, Trab, Galopp ohne Reiter)
2. Besitzer/Bereiter reitet das Pferd in allen Gangarten vor
3. Du setzt dich auf und reitest – erst geführt, dann frei
4. Testsituationen (alleine, Schrecken, Gelände)
5. Nachbesprechung mit deiner Begleitperson
Wie lange sollte das Probereiten dauern?
Ein seriöses Probereiten dauert insgesamt 60–90 Minuten. Davon entfallen:
Zu kurzes Probereiten
Wenn ein Verkäufer nach 15 Minuten zum Abschluss drängt oder sagt „Das reicht doch jetzt“, ist Vorsicht geboten. Ein seriöser Verkäufer gibt dir ausreichend Zeit. Möglicherweise will er verhindern, dass das Pferd müde wird und Schwächen zeigt – oder dass die Sedierung nachlässt.
Das zweite Probereiten: Warum es unverzichtbar ist
Du hast das Pferd einmal probegitten und bist begeistert? Großartig – aber kaufe noch nicht! Ein zweites Probereiten ist aus mehreren Gründen unverzichtbar.
5 Gründe für ein zweites Probereiten:
Tagesformabhängigkeit ausschließen
Pferde haben gute und schlechte Tage. Nur bei mehreren Besuchen siehst du das wahre Temperament.
Manipulationen aufdecken
Sedierung und Schmerzmittel wirken nur zeitlich begrenzt. Komm unangemeldet zu einem anderen Zeitpunkt.
Emotionale Distanz gewinnen
Beim ersten Mal bist du aufgeregt. Beim zweiten Mal kannst du nüchterner und objektiver beobachten.
Neue Testsituationen prüfen
Teste beim zweiten Mal Dinge, die du beim ersten Mal vergessen hast. Gelände, Verladen, Straße.
Deinen Trainer mitnehmen
Falls dein Trainer beim ersten Mal nicht dabei war, ist das zweite Probereiten die Chance dafür.
Wusstest du?
Professionelle Pferdekäufer besichtigen ein Pferd im Durchschnitt drei- bis fünfmal, bevor sie kaufen. Wenn ein Verkäufer ein zweites Probereiten verweigert, ist das ein ernstes Warnsignal. Seriöse Verkäufer haben nichts zu verbergen und freuen sich über gründliche Käufer.
Tipps für das zweite Probereiten:
- Komm zu einer anderen Tageszeit als beim ersten Mal
- Kündige den Termin möglichst kurzfristig an (24h vorher)
- Bring eine andere Begleitperson mit für frischen Blick
- Teste gezielt die Punkte, bei denen du unsicher warst
- Lass das Pferd direkt von der Weide holen – nicht vorbereitet
- Reite länger als beim ersten Mal (mind. 30 Min.)
- Achte auf Verhaltensunterschiede zum ersten Besuch
Nach dem Probereiten: Die nächsten Schritte
Das Probereiten ist vorbei und du bist begeistert? Atme erstmal durch. Die nächsten Schritte entscheiden, ob aus Begeisterung ein kluger Kauf wird.
Schritt für Schritt nach dem Probereiten:
Schau dir die Aufnahmen in Ruhe an. Achte besonders auf Takt, Schwung und Anlehnung. Zeig die Videos deinem Trainer.
Geh deine Notizen durch. Wie hat das Pferd bei den einzelnen Punkten abgeschnitten? Gibt es offene Fragen?
Schlaf mindestens eine Nacht darüber. Spontane Begeisterung verfälscht die Wahrnehmung. Triff keine Entscheidung am Tag des Probereitens.
Wenn alles passt: Vereinbare eine professionelle Ankaufsuntersuchung durch einen UNABHÄNGIGEN Tierarzt – nicht den Stalltierarzt des Verkäufers!
Nutze einen professionellen Pferdekaufvertrag. Lass alle Zusagen des Verkäufers schriftlich festhalten.
Die 48-Stunden-Regel
Triff niemals eine Kaufentscheidung am Tag des Probereitens. Warte mindestens 48 Stunden. In dieser Zeit klärt sich der Kopf und du kannst rational abwägen. Wenn du nach 48 Stunden immer noch begeistert bist, ist das ein gutes Zeichen. Wenn Zweifel aufkommen – höre darauf!
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Auch wenn das Probereiten perfekt war – die Ankaufsuntersuchung ist Pflicht. Gesundheitliche Probleme (Röntgenbefunde, Atemwegserkrankungen, Herzfehler) sind beim Reiten oft nicht spürbar. Spar hier nicht am falschen Ende. Die 300–800 Euro für eine große AKU können dir zehntausende Euro ersparen.
Die 8 häufigsten Fehler beim Probereiten (und wie du sie vermeidest)
Selbst erfahrene Reiter machen beim Probereiten Fehler. Hier sind die häufigsten Stolperfallen – und wie du sie umgehst.
1. Ohne Begleitperson kommen
Fehler: Alleine zum Probereiten fahren und sich nur auf die eigene Einschätzung verlassen
Besser: Immer einen erfahrenen Reiter oder Trainer mitnehmen. Vier Augen sehen mehr als zwei. Außerdem brauchst du jemanden, der filmt.
2. Sich vom Äußeren blenden lassen
Fehler: Ein hübsches Pferd ist automatisch ein gutes Pferd
Besser: Schönheit sagt nichts über Rittigkeit, Gesundheit oder Charakter. Konzentriere dich auf das Reitgefühl und die Praxistauglichkeit.
3. Nur die Schokoladenseite sehen
Fehler: Nur das testen, was der Verkäufer zeigen will
Besser: Bestehe darauf, ALLE Gangarten, beide Hände und Alltagssituationen zu testen. Frag gezielt nach Schwächen des Pferdes.
4. Kein Video aufnehmen
Fehler: Sich auf die Erinnerung verlassen, die durch Emotionen verfälscht wird
Besser: Alles filmen! Vorreiten, eigenes Reiten, Umgang am Boden. Zu Hause kannst du in Ruhe Details erkennen, die du im Moment übersehen hast.
5. Am selben Tag kaufen
Fehler: Der Begeisterung nachgeben und sofort den Handschlag machen
Besser: Mindestens 48 Stunden Bedenkzeit nehmen. Zweites Probereiten einplanen. Niemals unter Zeitdruck kaufen.
6. Das eigene Können überschätzen
Fehler: Ein zu schwieriges Pferd probereiten und Probleme nicht erkennen
Besser: Sei ehrlich zu dir selbst. Das Pferd sollte unter deinem Niveau sein. Ein Pferd, bei dem du dich unsicher fühlst, wird zu Hause nicht einfacher.
7. Zu viele Pferde an einem Tag
Fehler: Drei oder vier Pferde hintereinander testen und den Überblick verlieren
Besser: Maximal zwei Pferde pro Tag probereiten. Dazwischen Pause machen und Notizen schreiben. Qualität vor Quantität.
8. Auf die AKU verzichten
Fehler: Nach einem tollen Probereiten die Ankaufsuntersuchung überspringen
Besser: Die AKU ist IMMER Pflicht – egal wie perfekt das Probereiten war. Unsichtbare gesundheitliche Probleme können dich tausende Euro kosten.
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Pferde durchsuchenZusammenfassung: Die wichtigsten Regeln fürs Probereiten
Nimm immer eine erfahrene Begleitperson mit und lass alles filmen
Beobachte das Pferd zuerst am Boden – beim Putzen, Führen und an der Longe
Lass dir das Pferd vorreiten, bevor du selbst aufsitzt
Teste ALLE Gangarten, beide Hände und Alltagssituationen
Achte auf Red Flags: Sedierung, Lahmheit, aggressives Verhalten
Plane immer ein zweites Probereiten an einem anderen Tag
Triff keine Kaufentscheidung am Tag des Probereitens – 48h Bedenkzeit!
Buche nach erfolgreichem Probereiten eine unabhängige AKU
Das Probereiten ist der wichtigste Moment im gesamten Kaufprozess. Mit der richtigen Vorbereitung, einer strukturierten Checkliste und gesunder Skepsis wirst du die richtige Entscheidung treffen. Lass dich nicht von Emotionen überwältigen – dein Traumpferd wird es dir danken, wenn du sorgfältig und überlegt vorgehst.
Letzter Tipp: Speichere dir diesen Ratgeber und die Checkliste als Lesezeichen ab. So hast du beim nächsten Probereiten alles griffbereit. Und denk daran: Lieber ein Pferd zu viel anschauen als eines zu wenig. Viel Erfolg bei deiner Suche!